Reisen und Leben in nichtmuslimische Länder


Imam Rida hat erklärt, dass at-Ta’arrub* zu den großen Sünden gehört, indem er sagte: „Derjenige, der das macht, vernachlässigt das Wissen und ahmt die Unwissenden nach.“

*Ein Muslim, der in einem islamischen Land geboren wurde und dort aufgewachsen ist, nimmt die islamischen Werte automatisch durch seine Umgebung auf, sei es bewusst oder unbewusst. Im Gegensatz dazu wird ein Muslim, der in einem nichtislamischen Land aufwächst durch die Werte und Ideen und das Verhalten jener Gesellschaft beeinflusst. Dieser Einfluss wird bei der zweiten Generation noch sichtbarer. Daher gibt es eine klare islamische Einstellung darüber. Nämlich, dass das Verweilen an einem Ort, an dem der Muslim nicht das notwendige religiöse Wissen erlernen und praktizieren kann, was mit dem arabischen Wort at-Ta’arrub bezeichnet wird, nicht richtig ist.


Imam Ali (as):

“Wer einem Volk 40 Tage beiwohnt, wird einer von ihnen”.

Quelle: Tagebuch vom Schrein von Imam Ali (as)

Hammad as-Sindi berichtete, dass er Imam Jaafar fragte: „Ich reise in die Länder, wo es Götzenanbeterei gibt, und es gibt manche unter uns, die zu mir sagen, wenn ich dort sterbe, werde ich auch dort wieder auferstehen. Stimmt das?“ „Oh Hammad, wenn du dort bist, erklärst du den Leuten auch unser Anliegen (d.h. die wahre Geschichte des Islam)?“ Ich antwortete: „Ja.“ Imam Jaafar fragte weiter: „Wenn du in den muslimischen Ländern bist, wagst du dann das ebenfalls zu tun?“ „Nein.“ Dann sagte er: „Wenn du dort stirbst, dann wirst du dort als eine eigenständige Ummah auferstehen, umhüllt von Licht während die Strahlen seines Lichtes vor dir leuchten.“


Es ist überliefert, dass der Prophet Muhammad Abdullah bin Ruwahah folgenden Ratschlag gab, als dieser in die Schlacht von Mut’ah auszog: „Du bist im Begriff in eine Stadt zu gehen, in der es wenig Sujud gibt, so vermehre dein Sujud.“


Imam Ali (as.) sagte:”Ein Mann muss nie auf einer Reise gehen, wo er in der Sache um sein Glauben und seinen Gebet befürchten muss.”

[Bihar al-Anwar, v. 76, p. 283, no. 2]

Zugriffe: 2662